„Im Namen Gottes des Lebens, Denkens – Keines besser Gedankens des Menschen Denkens“
Liebe Leserin und lieber Leser,
mit den obigen Versen, die eigens für diese Webpräsenz aus dem Klassisch-Persischen neu übersetzt wurden, beginnt das wohl identitätsstiftendste Werk in der persischen Literaturgeschichte, das fast sechzigtausend-doppelversige Epos Schahnameh, auch genannt Königsbuch, aus der Feder von Ferdowsi von Tus (940 – 1020), das viele persischsprachige Menschen aus Iran, Afghanistan und Tadschikistan bis heute noch inspiriert. Ferdowsi habe – um es mit einem Wort zu sagen – die Erinnerung an das historische und mythologische Persien oder besser Iran und zwar im kulturhistorischen und nicht modern-nationalstaatlichen Sinne wachgehalten, so die allgemeine Begründung für die identitätsstiftende Kraft von Schahnameh. Dieser Fachblog teilt die genannte Ansicht und hat demnach das Anliegen, sich hier dauerhaft am persischen Beispiel mit dem Komplex der kulturell-sprachlichen Identität im Allgemeinen und der zweisprachigen Identität im Besonderen zu beschäftigen. In diesem Sinne:
Herzlich willkommen auf der Startseite des Fachblogs „Persophonie“ in der Bedeutung von Persischsprachigkeit, welcher das Themengebiet der persischen Sprache und Literatur im persischen und deutschen Sprachraum behandelt. Um mehr über den Namen und Fachausdruck „Persophonie“ und die damit verbundene Idee, die hier verwirklicht werden soll, zu erfahren, sei hier auf den Text „Über“ die Persophonie verwiesen.
Herzliche Grüße,
Mehrdad Saeedi
Berlin, 14. Oktober 2022